Was Achtsamkeit bedeutet, und was nicht
Achtsamkeit heißt, mit deiner Aufmerksamkeit bewusst im gegenwärtigen Moment zu sein, ohne ihn sofort zu bewerten. Du nimmst wahr, was gerade da ist: deinen Atem, deine Gedanken, deine Gefühle, die Aufgabe vor dir.
Achtsamkeit bedeutet nicht, den ganzen Tag entspannt im Lotussitz zu verbringen. Und sie ist auch kein weiteres Projekt, das du perfekt erledigen musst. Schon wenige bewusste Minuten am Tag können einen Unterschied machen.
Warum gerade Kreative davon profitieren
- Fokus: Gute Ideen entstehen selten im Multitasking. Achtsamkeit trainiert, die Aufmerksamkeit dort zu halten, wo du sie haben willst.
- Weniger Selbstzweifel: Der innere Kritiker ist bei vielen Kreativen besonders laut. Achtsamkeit hilft, seine Kommentare zu bemerken, statt ihnen automatisch zu glauben.
- Umgang mit Feedback: Wer kurz innehält, kann Kritik am Entwurf von Kritik an der eigenen Person trennen.
- Raum für Ideen: Ein ruhiger Kopf schafft Platz für neue Verbindungen. Viele Ideen kommen genau dann, wenn du nicht krampfhaft nach ihnen suchst.
Mein eigener Weg
Nach meinem Studium der Szenografie an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel habe ich über zehn Jahre in Agenturen gearbeitet, unter anderem bei MUTABOR in Hamburg und DREINULL in Berlin. Ich habe die Kreativbranche geliebt, und gleichzeitig gespürt, wie der Dauerdruck an mir zehrt. Seit 2018 praktiziere ich Achtsamkeit und Meditation, habe ein zehntägiges Vipassana-Retreat gemacht und bin MBSR-Absolventin. Heute gebe ich weiter, was mir selbst geholfen hat.
Sechs achtsame Übungen für deinen Arbeitstag
1. Der bewusste Start
Bevor du morgens Mails öffnest, nimm dir zwei Minuten. Setz dich hin, spür deine Füße auf dem Boden und frag dich: Was ist heute wirklich wichtig? Für diesen Morgenmoment gibt es meinen Mini-Audiokurs „Raus aus dem Kopf, rein in den Tag“.
2. Ein Tab, eine Aufgabe
Schließ alle Fenster, die du für die aktuelle Aufgabe nicht brauchst. Stell Benachrichtigungen für eine feste Zeit aus. Monotasking ist eine der einfachsten Achtsamkeitsübungen überhaupt.
3. Drei Atemzüge vor dem Meeting
Bevor du in einen Call gehst, atme dreimal bewusst ein und lang aus. Das signalisiert deinem Nervensystem Sicherheit und hilft dir, präsent zu sein.
4. Den inneren Kritiker benennen
Wenn ein Gedanke wie „Das ist eine schlechte Idee“ auftaucht, sag innerlich: „Ich bemerke, dass ich denke, die Idee ist schlecht.“ Dieser kleine Abstand macht es leichter, trotzdem weiterzuarbeiten.
5. Achtsame Pause statt Scrollen
Statt in der Pause zum Handy zu greifen, geh ein paar Minuten nach draußen. Nimm bewusst wahr, was du siehst, hörst und riechst. Dein Kopf erholt sich dabei deutlich besser.
6. Den Tag bewusst beenden
Schreib am Ende des Tages drei Dinge auf, die gut gelaufen sind, und eine Sache für morgen. Dann Laptop zu. Die kostenlose Audio-Übung „5 Minuten Feierabend“ begleitet dich dabei.
„Mit kleinen Veränderungen machst du den größten Unterschied.“
Achtsamkeit im Kreativ-Team
Achtsamkeit wirkt besonders stark, wenn ein ganzes Team sie lebt. Bewusste Meeting-Starts, klare Fokuszeiten und ein offener Umgang mit Druck verändern die Atmosphäre spürbar. Für Agenturen biete ich Impulsvorträge, Workshops und das Gruppenprogramm „Break the Hustle“ an.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauche ich für Achtsamkeit?
Schon fünf bis zehn Minuten am Tag reichen für den Anfang. Wichtiger als die Dauer ist die Regelmäßigkeit.
Muss ich meditieren, um achtsam zu sein?
Nein. Meditation ist eine schöne Form, Achtsamkeit zu üben, aber nicht die einzige. Auch bewusstes Atmen, Gehen oder Essen sind Achtsamkeitsübungen.
Macht Achtsamkeit weniger kreativ?
Im Gegenteil. Ein ruhigerer Kopf und weniger Selbstzweifel schaffen Raum für Ideen. Viele Kreative erleben, dass sie fokussierter und mutiger arbeiten.
Dein nächster Schritt
Wenn du direkt starten möchtest, melde dich für „30 achtsame Tipps für Kreative“ an: 30 Tage lang eine kurze E-Mail mit einem liebevollen Reminder für mehr Leichtigkeit im kreativen Alltag. Kostenlos. Bei Fragen erreichst du mich unter info@plusmind.de.